Die Craniosacral-Therapie

Die Craniosacral-Therapie ist eine umfassende, ganzheitliche Körpertherapie mit einem breiten Anwendungsgebiet und Wirkungsspektrum. In ihr verbinden sich wissenschaftliche Erkenntnisse und die intuitive, fein geschulte Wahrnehmung der Praktizierenden. Sie dient der Gesundherhaltung von Körper-Geist-Seele, indem sie die Selbstheilungskräfte anregt und das Körperbewusstsein schult.


Ursprung und Weiterentwicklung

Die Craniosacral-Therapie hat ihren Ursprung in der cranialen Osteopathie, welche durch den Osteopathen W. G. Sutherland zu Beginn des 20. Jahrhunderts erforscht und zusammen mit anderen Osteopathen weiterentwickelt wurde. Vor ca. 30 Jahren wurde dann schlussendlich die craniosacrale Therapie durch den Osteopathen J. E. Upledger als Pionier und weiteren Osteopathen einem weiteren Publikum zugänglich.

Die Craniosacral-Therapie unterscheidet sich im Wesentlichen durch die interaktive Prozessbegleitung mittels des ressourcen- und lösungsorientierten Ansatzes von der Osteopathie. Auch wird in der Craniosacral-Therapie weniger bis gar nicht invasiv gearbeitet.

Die Craniosacral-Therapie hat sich in den letzten 25 Jahren enorm weiterentwickelt. Mittlerweile gibt es unterschiedliche Auffassungen, Ansätze und Konzepte.

Wer wird behandelt

Die Craniosacral-Therapie eignet sich für Menschen jeder Altersgruppe, vom Neugeborenen bis zum betagten Menschen.

Sie kann hilfreich sein unter anderem:

  • zur Unterstützung der Rehabilitation nach Krankheiten, Unfällen und Operationen
  • zur Stärkung, Harmonisierung und Förderung grösserer Beweglichkeit des Stütz- und Bewegungsapparates z. B. bei Schleuder-, Sturz- und Stauchtrauma, orthopädischen Beschwerden, Beckenschiefstand, bei Rücken-, Schulter- und Nackenbeschwerden, sowie Muskel- und Gelenkserkrankungen
  • zur Erlangung und Verfeinerung der Selbstregulation der Organe und ihrer Aufgaben, z. B. bei Verdauungsbeschwerden, Reflux, Blasenentzündungen, Hauterkrankungen
  • bei der Förderung der Eigenregulation des Lymph- und Hormonsystems, z. B. bei Menstruations- und Wechseljahrbeschwerden, Wachstumsbeschwerden bei Kindern
  • bei der Regulation des vegetativen und zentralen Nervensystems, z. B. bei Schlafproblemen, Veränderungen im Gehirn und Rückenmark, Ängsten usw.
  • zur Stärkung des Immunsystems, z. B. bei Sinusitis, Infektionen und Allergien
  • zur physischen und psychischen Unterstützung z. B. bei Erschöpfungszuständen und Depressionen, Burn-Out Syndrom, Trauma
  • beim Erforschen von Körperphänomenen und deren Linderung, z. B. bei Kopfschmerzen, Migräne, Tinnitus
  • bei Zahn und Kieferbeschwerden.
  • zur Prophylaxe und zur Erhöhung der Lebensqualität in jedem Alter
  • zur Unterstützung während der Schwangerschaft und Geburt, sowie bei der Nachsorge, z.B. Optimierung der Beckenfunktion und Entspannung des Rückens, nach schweren Geburtsprozessen
  • spezifisch in der Baby und Kinderbehandlung z. B. bei Schreikindern, Saug- und Schlafproblemen, Bauchkrämpfen, Entwicklungs- und Wachstumsschwierigkeiten, Konzentrations- und Lernschwierigkeiten, Hyperaktivität, Begleitbehandlung bei Zahn- und Kieferregulationen

Die Craniosacral-Therapie kann eine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung nicht ersetzen, aber eine hilfreiche Ergänzung und wertvolle Unterstützung sein.

Was wird behandelt und wie

Das Craniosacrale System setzt sich zusammen aus dem Schädel (Cranium), der Wirbelsäule, dem Kreuzbein (Sacrum), den Gehirn- und Rückenmarkshäuten (Membranen), der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit (Liquor) sowie den Nerven und Faszien, welche damit verbunden sind. Die beiden Pole, Schädel und Kreuzbein, bilden zusammen mit den Gehirn- und Rückenmarkshäuten eine Einheit, in welcher die Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit in rhythmischen Bewegungen pulsiert. Diese Bewegungen werden Craniosacral-Rhythmus genannt. Er überträgt sich auf den gesamten Körper und kann vom Craniosacraltherapeuten mittels sanfter Berührung an diversen Stellen des Körpers ertastet werden.

Mittels sanften, manuellen Impulsen im Bereich des ganzen Körpers durch den Praktizierenden können Blockaden im craniosacralen System aufgelöst und der Craniosacral-Rhythmus wieder harmonisiert werden.

Der Craniosacral-Rhythmus ist ein Ausdruck von Lebensatem "Breath of Life". Ein ausgeglichenes Craniosacral-System und ein harmonischer Craniosacral-Rhythmus, sowie ein freier Fluss von anderen noch langsameren Rhythmen bewirken oft einen angenehmen Entspannungszustand, in welchem Selbstregulation und Selbstheilung im ganzen Körper bis auf die Zellebene stattfinden kann.

Die gesamte Behandlung wird durch den ressourcen- und lösungsorientierten Ansatz begleitet. Dadurch wird die Körperwahrnehmung des Klienten geschult und die während der Behandlung erlangten, teilweise neuen Körperempfindungen verankert.

Verlauf einer Therapiesitzung

  • Ein erstes Gespräch dient der Standortbestimmung, der Klärung der Bedürfnisse, sowie des therapeutischen Auftrags und des Vorgehens.
  • Eine Behandlung dauert in der Regel 60 bis 90 Minuten. Bei Kindern oder älteren Menschen kann sie kürzer sein.
  • Die Therapie kann verbal begleitet oder in Ruhe stattfinden.
  • Die Klientinnen und Klienten liegen bekleidet und meist in Rückenlage auf einer Behandlungsliege. Die Behandlung kann auch in Seiten- oder Bauchlage, im Sitzen oder bei Kindern in Bewegung erfolgen.
  • Es wird immer der ganze Körper behutsam und respektvoll in die Behandlung mit einbezogen.
  • Die Anzahl und Häufigkeit der Sitzungen orientieren sich am Heilungsprozess.

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